Mittwoch, 29. Dezember 2010

Für die Trauerklöße und mich.

Ab heute und für die nächsten vier Tage lebe ich von Kaiserschmarrn, Sacher-Torte, Wiener-Melange und Wiener-Schnitzel. Sechs Stunden Autobahn fahren. Rosali unterwegs mit Keule, Zuckergoascherl, Pikachu, Eulalia und Einhorn. Baba Chemnitz!

Dienstag, 28. Dezember 2010

Koffer packen.

E u l a l i a und das E i n h o r n verreisen über Silvester. Hoffentlich vergessen sie nichts. "Lass die langen Unterhosen zu Hause und denk an das Glätteisen." Glätteisen. Lockenstab. Kamera. Süßigkeitentüte. Wien - zieh dich warm an.

Ouzo olé!

Es trafen sich auf den letzten Metern im alten Jahr acht Freunde zum großen Festessen. Da gab es dann griechisches Essen, Eis, Bier und eine Flasche Ouzo. Äh, könnten wir vielleicht noch eine bekommen? Fröhlich betrunkene Straßenbahn- und Busfahrten folgten. "Bist du jetzt betrunken?" "Hörst du nicht, dass sie über alles kichert?" "Du steifes Stück, ey." Aber was macht man mit einem angefangenen Abend wenn eigentlich auch alle nach Hause und schlafen wollen. Gut, dass alle teure Handys besitzen und damit im Internet nachschauen können aber hey: "Hallo! Achtung! Pass mal auf, man. Keine Schneeflocken auf das Display!" So endet der Abend mit noch mehr Bier für die Jungs, Bionade für das Mädchen und einem Schneesturm. Manche träumten noch von Döner oder Pokemon.

Montag, 27. Dezember 2010

Alte Schule.


"Hey, coole Idee mit den Schuhen... du nimmst dir Wechselschuhe mit. Da musste dann nicht in den Schneeschuhen tanzen." "Äh. Das war der Plan." "Du Fuchs!" Tanzen im Weltecho. Club-Mate trinken im Exil. Durch den Schnee stapfen. Nach Hause gefahren werden. Am nächsten Tag: Erkältet.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Die Welt ist rund.

Mit dem richtigen Blickwinkel.

„Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen!, sagte Kermit.


Mach die Tür nicht auf. Ich habe Angst vor dir. Aber mehr noch vor mir.
Wenn du gehst, vergiss mich nicht. Sag mir nur noch "Gute Nacht".
Romy Schneider

Samstag, 25. Dezember 2010

Man kann es den Menschen nicht recht machen. Nie.


1. Weihnachtsfeiertag. Gänsebraten. Ein Hoch auf eingeschneite Tage, an denen man nicht raus kann und stundenlang bei keiner guten Laune in einem Raum sitzt. Da wird noch große Politik am Tisch betrieben. Sekt macht die Lage erträglich. Prost.

Freitag, 24. Dezember 2010

Eulenweihnachten.

Die kleine Eule feiert Weihnachten.

                                                            9.15Uhr: Aufwachen. Es ist der 24. Dezember.
                               11.42Uhr: Ausschau halten. Vielleicht sieht man ja den Weihnachtsmann.

                                 12.37Uhr: Geschenke verpacken. So richtig bekommen wir das nicht hin.

                                    16.05Uhr: Kuchen. Hmm. Die IKEA-Party Torte ist schon aufgegessen.

                             17.16Uhr: Bescherung. So viele Geschenke, die wir uns ansehen müssen.

                 17.52Uhr: Darauf erstmal ein Gläschen. Geschenke auspacken, macht durstig.

                                      18.10Uhr: Die Eule hat eine Eulenuhr. Jetzt weiß ich wie spät es ist.

                                 19.44Uhr: Festessen beginnt. Der erste Gang: Kartoffel-Orangen-Suppe.

 
                20.11Uhr: Hauptgang. Bandnudeln. Ofentomaten. Fleisch mit Balsamico-Senf-Sauce.

                                                                             20.35Uhr: Dessert. Crema Catalana.

                                                                                                                 22.58Uhr: Warten. Schnee. 

    03:02Uhr: Weg nach Hause vom Tanzen. Schnee. Eine Stunde später: Nichts geht mehr. Weniger ist manchmal mehr - Schnee und Gas geben beim Anfahren.

"Weihnachten ist doch wirklich was gefühlsechtes."

Ein Weihnachtsabend mit der Schmunzel-Familie. Ein verreistes Estlandkind kehrt zurück. Das muss gefeiert werden. Der letzte Tag des Weihnachtsmarktes sollte genutzt werden. Bis 20Uhr: Glühwein trinken - so viel man kann. Später dann: Zu Hause in der gemütlichen und warmen Küche sitzen, Vertragsseiten durchblättern, Linsensuppe löffeln und Geschichten erzählen. Den Weihnachtstraditions-Film "Schöne Bescherung" ansehen und dazu werden selbstgemixte Coktails von dem Schmunzel-Papa serviert. Aber am Ende sind nur noch zwei von sechs Sofasitzern wach. Es war einfach zu schön.

"Ich hoffe, dass er runterfällt und sich das Genick bricht!"
"Jede Wette, dass er runterfällt, aber wir werden nicht so viel Glück haben, 
dass er sich dabei das Genick bricht!"                                                                           
                                                                                              (Schöne Bescherung / Jeremiah S. Chechik,1989)

Mittwoch, 22. Dezember 2010

"Ich hasse diesen Typen... Wie geht es ihm?"

Ein wunderbarer Film über den New Yorker Künstler Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol. Künstlerfilme im Weltecho: »Basquiat« USA, 1996. Vorweihnachtstreffen mit Geschenke auspacken, Partyhütchen und Milchkaffee trinken im Exil.

Königskinderwetter.



Der lange Winter und die kalten Tage laden zum Sonnenbaden ein. Die Eule und ein Blumenkasten. Das verträgt sich.

Dienstag, 21. Dezember 2010

"Ich habe so viel Wut auf alles ..."

"Liebes Tagebuch. Endlich kann ich aufschreiben, was ich wirklich denke. Denn seit heute kann ich alle Buchstaben. Heute haben wir den Letzten gelernt: Das "ß". Jetzt kann ich ein wichtiges Wort schreiben, dass ich ganz oft denke: Scheiße." [Sonnenallee / Leander Haußmann/ 1999]

Montag, 20. Dezember 2010

Heute trage ich mal eine Waschmaschine mit mir herum.

Weihnachtsmarkt mit Bratwurst essen und Glühwein trinken. Weihnachtsgeschenke suchen und planlos durch die Gegend laufen. "Hm, oh, da ist ein Baum. Schöner Baum". "Menschen, so viele Menschen". Geschichten vorlesen im Buchladen.

"Damit nach der Wäsche jedem Kind wieder der richtige Schlüpfer ausgehändigt werden konnte, hatten die Mütter zuvor Vor- und Nachnamen ihrer Söhne hineingestickt und waren damit einer Form von Freizeitgestaltung nachgegangen, nach welcher derzeitiger Damenwelt der Sinn nicht mehr steht. Riefe man heute eine Freundin an und fragte sie, was geht ab, und es käme die Auskunft, sie würde gerade den Namen ihres Sohns in dessen Slip sticken, dann dächte man doch bei sich: "Auf was für einen finsteren Trip ist die denn?"


                                                                                 Max Goldt - Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens
                                                                                 Auszug von der Seite 14

Sonntag, 19. Dezember 2010

Nasse Schuhe und Zigaretten.


Das war eine Schneewanderung durch die Heimat. Da sieht man ja den Wald vor lauter Schnee nicht mehr. Aber: "Ja... ja... geh mal bitte noch einen Meter nach hinten... noch ein Stück. Ja, genau dort ist ein Teich. Glaub ich." Ein bisschen gemein war es schon am schneebeladenen Ast zu ziehen, wenn ein Menschlein hin durch läuft. "Ja, echt, danke, voll schön so mit dem Schnee überall." Hm, tschuldigung. Aber es war einfach zu verlockend. Da sind die Rentiere mit mir durchgegangen.

Ein weites weißes Feld.


Ein weites weißes Feld
und in der Mitte stand ein einzelner Baum.
Ein weites weißes Feld.
Ich sah es heut Nacht und glaubte es kaum.
Ein weites weißes Feld
trieb mich in seiner Kälte zur Flucht.
Ein weites weißes Feld,
machte ich mit meinen Fußspuren kaputt.

Samstag, 18. Dezember 2010

Wer braucht schon Worte, wenn er küssen kann.


Hey schönes Mädchen, ich muss dir dringend etwas sagen.
Ich glaub wir beide sind füreinander bestimmt.
Wir haben keine Wahl, wir müssen's einfach wagen.
Kommst du mit?
Kommst du mit mit mir?

Du wärst das Mädchen mit den sonnengelben Haaren.
Und ich der Junge, der an deiner Seite geht.
Die Leute würden sich umdreh'n und fragen wer wir waren.
Wer wohl der Junge ist, mit dem das schöne Mädchen geht.

                                                                                                                      Philip Poisel - Ich und Du

Wort des Jahres 2010: Wutbürger.

So take me under the floorboards.
I would love to feel like wood.
Take me back to the retards,
cause the world just make me sick.
There are colors in the air when I fall to the ground.
How we´d love to fall more often.
I can sense a world of heartache.
So take my hands love there´s a burst inside our minds.
Feel my hands love cause I´m numb from the neck down.
And there is fire love on the balcony right here.
I can see our bodies burn but sense no fear.
                                                                        The Rumour Said Fire - The Balcony 

This is a song for anyone.
With a broken heart.
This is a song for anyone.
Who can't get out of bed.
I'll do anything.
To be happy.
Oh cause blue skies are calling.
But I know that it's hard.
This is the last song.
That I write.
While still in love with you.
Noah And The Whale - Blue Skies

Freitag, 17. Dezember 2010

Zu viel arbeiten macht verrückt und wurstig.

"Sachen se mal... haben Sie auch schwarzes Geschenkpapier?"
"Äh nein, denn es ist bald Weihnachten und da ist nun mal überall alles bunt und voller Lichter."
"Na dann packen se mir mal das Geschenk irschendewie ein."
"Für Sie mach ich das jetzt extra weihnachtlich mit schön viel Lametta."
"Ach, das sieht ja so scheiße aus, dass es schon wieder toll aussieht. Vielen Dank."
"Frohe Weihnachten."

Manche Menschen sind so komisch, dass sie schon wieder lustig sind.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Deine Mutter steht drauf.

Die Leipziger B u c h w i s s e n s c h a f t ist eine trinkfreudige Wissenschaft. Und das sage nicht nur ich. Da wird sogar gerappt. Ganz schön uffregend.

Fabulös.

"Prinzessin Rosali lebt in einem Märchenschloss umgeben von rosa Seen und weißen Schaumbergen. Heute macht sie sich besonders hübsch und setzt ihr Schaumkrönchen auf. Ein schöner Prinz ist mit seiner Kutsche gekommen, um sie zu heiraten."
So steht es auf dem Geschenk. Das wird ein märchenhaftes Erlebnis.

Nicht das Rentier füttern. Das ist nur ein Kuscheltier.

Zuerst die Arbeit dann das Vergnügen. Geschenke verpacken: Tag drei. Aber dann der beste Satz des Tages: "Du bekommst morgen frei!" Wuhu! Am Abend WG-Weihnachtsfeier mit Spielen, Gewürzkuchen, Gin Tonic und Geschenkeverteilen. Vielen, vielen Dank, Wichtel.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Rette die Welt.


Ich mach die Augen zu
und nehme all meinen Mut,
denn ich weiß, heute muss ich etwas Gutes tun. 

Ich mach die Augen zu
und nehme all meine Wut,

hier kommt ein ganz normaler Held.
Ich rette die Welt.
                                                                                                          Madsen - Ich rette die Welt 

Zumindest die Kinderweihnachtsgeschenkewelt.

Du willst tanzen und bewegst dich nicht.

14. Dezember: Happy, happy Birthday, L a d y  S t u n d e n s t r u m p f von und zu Schneeflocke.

 
Geschenkepackmarathon: Teil zwei. Tag zwei.

Weihnachtselfe.

Studentische Jobs sind der Wahnsinn. Zehn Stunden Geschenke verpacken in Kaufhäusern. Das Gute daran: Kaufhausmusik, Kinder, die mit großen Augen fragen: "Was machst du da?" "Na, ich pack die Geschenke ein." "Aber macht das nicht der Weihnachtsmann?" "Ich arbeite ja für den. Er schafft das nur nicht alles allein." "Boah." und Indieboys, die sich gern mal eine Dose Mischgemüse einpacken lassen. Nicht gut: Stehen. Zehn Stunden und die entrüstete Frage: "Wie, Sie packen mir meinen riesen Karton nicht für 0,50€ ein?" "Äh. Nein". Am Abend dann die dritte Weihnachtsfeier in diesem Monat aber mit den ersten richtigen Geschenken. Dank denen werde ich demnächst Prinzessin.


Sonntag, 12. Dezember 2010

Liebe. Lust & Leberwurst.

Das Motto: Kuschelsocken. Knutschen. Kekse. Die traditionelle Weihnachtsgans-anstechen-ohne-Gans-Party in der fette-fette-Schlampen-WG. Ofenkartoffeln, Lángos, Plätzchen und Lebkuchen. Glühwein, Gin Tonic, Schoppen, Butterbier, heißer Apfelwein und Heidelbeerglühwein. Und genau in dieser Reihenfolge. Tanzen. Take That. Trinken. Zur Empfehlung: Das selbsterfundene Mixgetränk von den süßen Mädchen: saures Gurkenwasser, Kirschlikör, Bier und Wodka. Schmeckt gar nicht so übel. An Silvester soll es getrunken werden - denkt daran: Ich bin Zeuge bei dem Pakt. Solche Feste sollte man immer am dritten Advent feiern.