Samstag, 30. April 2011

We LOVE the people.

Mit Sonne, Bier und Konzertkarten in der Hand Richtung Dresden. Neue Messe. Vor einem Jahr AC/DC, diesmal Clueso. An und für sich-Tour. Das wird definitiv mein Clueso-Jahr. Wetten abschließen. Welches Lied wird wohl zuerst gespielt? Verloren haben aber alle. Das Lieblingslied von dem neuen Album wurde gleich als drittes Lied gespielt. Zusammen singen: "Ein kleines Mädchen hat einen Stein, sagt: „Guck mal, er hat Flecken. Er ist scheinbar krank seit ein paar Tagen.“ "Kennt ihr diese Leute, die immer gut drauf sind? Und wenn die dann mal traurig sind, weiß man gar nicht was man sagen soll. Ich hab da nur gesagt, he, der Regen... ist wie ein kleiner Applaus." "Verdammt, jetzt sitzt du traurig hier und sagst kein Wort. Und mir fällt überhaupt nichts ein - alles ist fort. Ich glaub du, an meiner Stelle, wüsstest genau was du sagen willst, um mich etwas aufzumuntern." Alle sind so sehr dabei. "Kann jeder von euch sein Handy nach oben halten, dass wir die Halle zum Leuchten bringen?" Früher waren es Feuerzeuge. Heute ein Lichtermeer aus iphones und Blackberrys. "Anne, dreh dich mal um und sieh dir das an." Wahnsinn. Unzählige Lichter und Menschen."Mein Gott, wie einfach das ist im Kopf woanders zu sein." "Dresden, es sieht richtig geil von hier oben aus." Tränen in den Augen. "Doch ich fühl mich federleicht. Weil es sich fast immer lohnt. Und so erscheint das nichts so bleibt, wie es ist. Fast schon, wie gewohnt." Auf nach Chicago und wirklich alle singen mit. Den Bass im ganzen Körper spüren. Der Vorhang schließt sich. Die Straßen sind leer. "Enttäuscht von einem Bild, das Litfaßsäulen schmückt, rückt schon der Nächste nach, der uns noch mehr verspricht. Keiner hebt die Hand, alle lehn' sich an." Alles vergessen und sich der Musik hingeben. "Ich bin in Gefahr. Ich kann nich lang ohne leben. Fass dir ein Herz, ich werd sonst nich überstehen. Hast du kein Herz, du musst mir meins wiedergeben." "Dresden, pass auf. Wir schreien jetzt alle zusammen den Stress der letzten Woche raus. ...Oh, das muss wohl eine anstrengende Woche gewesen sein." Lieder von alten Alben. Love the people. Gewinner. Vier kleine Wände. "Falls du dich mal selber suchst, hör auf dein Herz Boom, Boom. Dann hör dir einfach zu." Fast alle Lieder von dem neuen Album gespielt. "Beinah. Hättest du auch noch mich bekommen. Das ist schon nicht schlecht. Du kriegst was du willst, willst alles und nimmst noch mehr. Doch ich lauf dir jetzt nicht mehr hinterher." Zugaben, Zugaben, Zugaben. Man möchte, dass es nie mehr vorbei geht. Alle Eindrücke kann man nicht beschreiben und aufzählen. Alle Wörter. Alle Gefühle. "Also, wenn ihr die Bahn schaffen müsst, dann ist das kein Thema. Ich bin nur Clueso. Ich spiel noch ein Lied. Komm gut nach Hause, Dresden." Das letzte Lied: "Ich bin für nichts. Wenn da nichts ist, wenn doch bin ich für das. Ich bin für nichts, was ich hab. Ich bin für dich. Ich bin für dich und mich und bleibe für dich wach. Ich bin für dich, wenn du magst." Zwei Stunden woanders sein. Zwei Stunden in höchsten Höhen. Geflasht von guter Musik. "Zu schnell vorbei. Sag mal wie schnell verging schon wieder die Zeit? Ich genieß den Moment." Nach einer Stunde auf dem Parkplatz, zurück Richtung Leipzig. Rückbank. Schokoladenpralinen und Apfelsaftschorle. Und jetzt: Die REPEAT- TASTE.



 Mann von nebenan: Wieso schaust du so angestrengt in die Menge?

Freitag, 29. April 2011

This is what you want? I've always wanted you.

Eine Stunde und Flasche Wein später am Connewitzer Kreuz. Wer mal richtig abgefuckte Leute sehen will, sollte sich 3:27 Uhr an den Hauptbahnhof stellen. Ich steh dann auch dort. Im Hausflur brennt noch Licht.  Home, sweet Home. "Na, zu dir oder zu mir?" Irgendwann schläft man immer ein. Aufwachen. Gedanken ordnen. Wieso liegt die Blume auf dem Tisch. Wieso tut das Bein weh. Wo kommen die Kopfschmerzen her. Wo ist mein Blütenring. Und was ist eigentlich passiert.

Things are gonna change.
But not for better.
Don't know what it means to me.
But it's hopeless, hopeless.
Gotta get you home.
To be with anyone.
I think of what I've done.
You know it all.

Everything is everything.
The more I talk about it.
The less I do control.
Everything means everything.
Can't understand a word.
Half of the stuff we're saying.

Donnerstag, 28. April 2011

Mach blaue Flecken auf meiner Haut.

Wer mal nicht weiß, wo er zu einem Spaziergang entführt werden möchte und Orte wie See, Wald und Feld langweilig findet, sollte sich doch mal die örtlichen Friedhöfe ansehen. Das klingt vielleicht makaber aber inmitten von rosa Blüten zu sitzen ist schon schön. Gruselig wird es erst wenn einem die Fledermäuse über den Kopf kreisen und man den Ausgang im Halbdunkeln nicht mehr findet. Über Tore klettern macht blaue Flecken. "Da haste wenigstens eine Erinnerung daran." Danke. Da bevorzuge ich lieber Sommerwiesen, da tut die Erinnerung in den nächsten Tagen nicht so weh.

Mittwoch, 27. April 2011

These fifty feelings in my head.

Einen Tag lang Chefin sein. Fängt schon mal damit an, dass man eine Stunde länger als andere Mitarbeiter schlafen kann. Aber man hat im Gegenzug auch wirklich Arbeit für zwei. Aber es ist toll, wenn man sagen kann: Ja, ich leite heute die Pressestelle. Muss ja keiner wissen, dass man sich denkt: "Oh mein Gott. Kann nicht irgendjemand anrufen, den ich kenne und den ganzen Tag die Telefonleitung blockieren?" Im größten Stress hätten alle fast vergessen: Alles Liebe zum Geburtstag, Verlag. Du wirst heute 65 Jahre alt. Für diesen Anlass wurden die Mitarbeiter gefilmt, wie sie fleißig durch die Gänge stromern. "Äh, also ich soll mich jetzt hier hinsetzen und dann?" "Ja, schreib was. Aber leg mal mehr Papier auf deinen Schreibtisch, der ist zu ordentlich." Erst die BILD-Zeitung und jetzt das Fernsehen. Mein erster Tag Pressefrau sein wird der Anfang einer ganz, ganz großen Karriere. Das merk ich jetzt schon.

Von der Freundlichkeit der Welt.

Das sollte eigentlich ein seriöser Eintrag werden mit Wein und den Gedichten von Brecht. Aber jetzt habe ich Kopfschmerzen vom Lachen bekommen. Alter. Beiwohnen. Was ist das für ein Wort. Beim Skypen mit Zorro kann man noch einiges lernen und "Der Herr der Ringe" bekommt eine völlig neue Bedeutung. Aber du hast das im Griff. "Was man hat, das hat man und was man nicht hat, das will man." [via zickor]

"Allem, was du empfindest.
Allem, was du empfindest, gib
Die kleinste Größe.
Er hat gesagt, ohne dich
Kann er nicht leben. 
Rechne also damit, wenn du ihn wieder triffst.
Erkennt er dich wieder. 
Tue mir also den Gefallen und liebe mich nicht zu sehr.
Als ich das letzte Mal geliebt wurde, erhielt ich alle die Zeit über
Nicht die kleinste Freundlichkeit."
Bertolt Brecht - Allem, was du empfindest 
Aus: Von der Freundlichkeit der Welt

Dienstag, 26. April 2011

Blue Tuesday.

Seit einer Woche wieder in der Uni sitzen und gleich überfordert durch die Gänge laufen. "Wo muss ich jetzt hin? Wieso ändern die hier ständig die Räume." "Die ändern die Räume nicht ständig. Du warst nur nicht anwesend die letzten Male." 90 Minuten Genitive im Text anstreichen, reicht auch erstmal. Bei dm dann die beste Werbung für Gesichtswasser gefunden: Dr. Wolf's: acne attack. Raus aus der Pickelspirale. Vor der Oper auf der Bank sitzen. Tauben im Tiefflug beobachten und dabei philosophische Themen aufgreifen: "Wieso weiß eigentlich niemand, was er will." und "Mich kotzt diese Stoffbeutelkultur so an, nie findet man in den Dingern was man sucht. Total unpraktisch." Das Wetter hat mich nun auch endgültig vom Balkon vertrieben. Gewitter. Da wechsel ich mit Tee ins Bett.

"Wieso hast du auf deiner Rechnung "Prinzessin" stehen?" "Na, weil ich die Prinzessin Sternenzauber bin."

Hauptverdächtige.

Der Osterhase hat nun ganz schön viel Geld über die letzten Feiertage ausgegeben. Jetzt muss er wieder, wie wir alle, arbeiten gehen. Die Woche beginnt und es regnet. Mit roten Gummistiefeln würde das auch alles mehr Spaß machen.
[via hurkunde]

Montag, 25. April 2011

I'm sure you've lost your speech.

Drei Tage Ostern feiern, Sonne genießen und Freunde sehen. Und ab heute soll es wieder regnen? Da mach ich nicht mit. Ich sitz einfach weiterhin bei 15°C draußen. Das ist wie an der Ostsee. Leipzig. Der Baum vor meinem Fenster hat nun viele grüne Blätter. Wenn mich jemand sucht, der findet mich im Urwald auf meiner Fensterbank.

 Im März vor der Kamera bei: (c) Florian M.

Niemand, der hinterher kommt.

Grillen mit dem Freundeskreis in der deluxxe-Version. So viel haben wir alle lange nicht mehr gegessen. Grillkäse mit Gemüse, Baguette, mediterraner Nudelsalat, Obstsalat, selbst marinierte Steaks, Berner Würstel, Kiwi-Erdbeer-Pudding-Torte, Tomate-Feta-Käse-Salat, Kräuterbutter und Grillbananen. Ach. Und der Ginger Ale, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum bis 2007. Erstmal eine Stunde lang rumsitzen und ausruhen. "Komm, ein Stück Torte geht noch."

Autobahnlichter. Bauchschmerzen. Viel zu wenig Schlaf. Baby Melancholie. Empire of the Sun - Walking on a dream. Walking on a dream. How can I explain. Is it real now. When two people become one. Don't stop, just keep going on.

Voyage, Voyage.

Ostersonntags-Ausflug. Eine Fahrt durch Mittelsachsen, entlang der Mulde. Am Fluss sitzen. Blumen pflücken und Ketten daraus basteln. Wiesen-Sauerampfer suchen. Auf Steinbergen klettern. Plantagen von blühenden Apfelbäumen. Brennesselspuren an den Beinen. Schlösserbesichtigungen. Dorfidylle.

Sonntag, 24. April 2011

"Eh, das hat voll gefunkt, als du mich berührt hast."

Nach vielen Monaten wieder vereint. Zorro und Rosali. Erwischt beim Gin kaufen im Supermarkt. "Na, was macht ihr denn hier? Das sieht ja nach Partyvorbereitung aus." "Oh... oh... ja." Gin Tonic, Bayern München Fußballaufkleber verschenken und Herzgeschichten - die beste Kombination. "Alles sinnlos, weißte." Wegbier. Sommerliche Nacht und einfach das Schönste, was man am Nachthimmel sehen kann: Sternschnuppen. "He, da war eine Sternschnuppe." "Ja, toll. Du Nutte. Du erzählst mir was von 'ner Uhrzeit, ich seh aufs Handy und verpass das." Die Busfahrt gerade so überlebt: "Frau am Steuer, merkt man gleich. Und du bist auch gar nicht betrunken oder?" Im Weltecho: RUMPEL SPIELCHEN. Wilhelm Not, Struh Division, Zorro und Ronny Kabowski an den Platten. Im Nebel mit Augen zu tanzen. Man sieht ja eh nichts. WE LOVE DISKO.  Richtig, richtig gute Elektrotanzmusik. Leider kein Bitch-Bingo gespielt. Aber ich hätte mit meiner Auswahl sofort gewonnen - das steht fest. 5.00Uhr: Nachtbus: "Hey, ich setz mich mal hier hin. Ähm. Wann steigst du aus? Nur, damit ich das weiß." - Abschätzender Blick. "Hm, war ein bisschen dumm jetzt oder? War nicht so gut als Anmache, ne?"


Natürlich habe ich mir bei der Sternschnuppe etwas gewünscht. 
Ich darf es nur nicht verraten.

Samstag, 23. April 2011

Du bemerkst es nicht.

Ostersamstags-Ausflug nach Dresden. Leichte Parkplatzschwierigkeiten bei 400 parkenden Reisebussen. Zum Mittag den vegetarischen Frühlingssalat bestellt. "Nein danke, die Schinkenwürfel im Brot wären doch nicht nötig gewesen zu dem Gericht." Das Dessert, wie es in der Karte stand: Fruchtige Erdbeer-Baumkuchen-Lasagne gefüllt mit Erdbeerquark, anbei eine Kugel Créme Weißer Pfirsich. Love, ey. Nachmittagsspaziergang an den Elbwiesen. Unter rosa Blütenbäumen im Park sitzen. Versteckte Ostereier finden. Im Schmuckladen "Accessorize" große Augen bekommen. Überall Glitzer, überall Sonne und überall Blütenblätter. Dresden: L O V E.

Du kannst lächeln und schweigen.

Püppi-Abend. Club-Mate trinken. Kartoffelspalten und Feta-Käse-Schälchen teilen. Über Haare und Mode reden. "Du, ich bin morgen in Dresden und geh dann zu Accessorize." Keine drei Sekunden später liegt ein Geldschein auf dem Tisch. "Bring mir was mit." "Alles klar."


Liebes Radio,
wieso spielst du dreimal das Lied "We are the people" von Empire of the Sun? Was willst du mir sagen. Unglaublich oft gehört: "We are the people that rule the world. A force running in every boy and girl. All rejoicing in the world. Take me now, we can try. I can't do well when I think you're gonna leave. But I know I try. Are you gonna leave me now? Can't you be believing now?"

Freitag, 22. April 2011

Aber was du sagst, ist ziemlich schön.

Der Morgen am Karfreitag in Leipzig. Der Osterhase versteckte sich im Wäscheklammersäckchen. „Och, guck mal. Der Osterhase war da. Auf dem Balkon.“ Frühstück in der Sonne. Zugfahrt in die Heimat. Im Garten liegen und auf den anderen Osterhasen warten. Mit Körbchen durch die Tulpenbeete laufen. Sonnenbrand. Kuchen. Einfach mal die Gänseblümchen von unten ansehen.

All night long.

Ilses Erika feiert mit der Donnerstagabend-Veranstaltung „Friday on my mind“ 10 Jahre Nachttanz. Da sind wir natürlich auch ausgehbereit. Mädchenabend in fremden Zimmern. „Also eigentlich könnten wir jetzt hier umdekorieren. Zumindest das Kalenderblatt auf April wenden.“ Ingwer-Birne Bier. Ungarische Mädchentraube. Sekt. Die Aussicht von oben genießen. „Ganz schön was los da unten…“ Und auf einmal war alles ganz anders. Neuer Eingang. Neuer Eintrittspreis. Zweite Tanzfläche. Noch mehr Menschen und man weiß gar nicht wo man zuerst hinsehen soll. Party hard auf zwei Floors. Man verliert und findet sich. Wir singen Hand in Hand bevor wir uns symbolisch die Zigarette teilen: „Let the music play on. Everybody sing, everybody dance. Lose yourself in wild romance. All night long. Feel it in your heart and feel it in your soul. Let the music take control." Das Beste zum Ende. Kurz vor der Straßenbahn. „Ahh! Justin Bieber!“ Die Hälfte geht kopfschüttelnd rauchen und die anderen reißen die Arme nach oben. Volle 8m² zum Tanzen. „Baby, baby, baby, oh.“ Eigentlich müsste ich in einer Stunde aufstehen. Zum Glück ist Feiertag. Der Himmel wird hell, die Vögel singen aber die Nacht ist vorbei.

Mittwoch, 20. April 2011

Kurz vor dem letzten Applaus. Bring mich nach Haus.

Hansen Band. Ausgepackt, angehört und wieder so sehr ins Herz geschlossen. Die Band zum Film "Keine Lieder über Liebe" mit Frontsänger Jürgen Vogel und Teilen der Band von Tomte, Der Hund Marie und Kettcar. So schön kann ein spontan-mal-eben-so-Projekt sein.

In der wirklichen Welt, wirklich "Es geht nicht".
Dinge sind wichtig, weil ich sie kenn.
Nenn Dinge beim Namen nur zur Erinnerung .
Bis jemand fragt: "Und, alles klar?" 
Nehme das, was passt, bau eine Festung.
Mit ganz tollen Mauern aus Schwachsinn und Trauer.
Und all die Tage warten ab und Nächte gucken zu.
Nur um dann zu merken, was hier fehlt.
Du oder jemand so wie du.
Der aussieht so wie du.
Der Sätze sagt wie du.
Der sich anfühlt so wie du. 
Sinkflug - Hansen Band


Das ist die Welt, die ich versteh.


Müll rausbringen kann wirklich zum Erlebnis werden. Mit dem passenden Outfit: High Heels, Minirock und mit Strohhut die Treppen runterstolzieren. Da lässt man dann auch schon mal den Müll fallen. Uppsi! Wieder ein Abend an dem man auf dem Balkon sitzen bleibt und diesmal sogar noch Zuwachs von der oberen Etage erhält. Interessant was man alles so über seine Nachbarn erfährt bzw. sieht. Also, ja. Wirklich sehr interessant. "Jetzt starr nicht so hin..."

Und ganz leise singen Virginia Jetzt ihr Lied "von einer besseren Welt" in den Sommerabend hinein.
"Deine Hoffnung, eine Gabe, deine Sehnsucht, deine Kraft.
Unendlich groß, unendlich sanft.
Und alles, was du glaubst, ist alles, was nicht ist.
Du hast dich dran gewöhnt. Merkst du das noch?
Doch dem Spiel seine Regeln und dem Herzen seinen Schritt.
Alle dabei, alle müssen mit."

Dienstag, 19. April 2011

Der Mut wird müde und die Sehnsucht größer.

Das Studentenleben genießt man richtig im Vergleich zu den anderen Tagen. Mit Sonne im Gesicht aufwachen, in der Sonne frühstücken, IKEA-Kataloge durchblättern, shoppen bei dm und im Abendlicht nach Hause laufen. Drei Mädchen. Ein Balkon. Sechs Eierkuchen. Wein. Gespräche über... das Wetter. Weil es ja so schön ist und man immernoch draußen sitzen kann. 

Das habe ich heute gezeigt bekommen:
Ein wunderbares Gedicht von Brecht.
"[...] Was wir wollen, geht niemals.
Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
[...] 
An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird? Ebenfalls an uns.
Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
Wer verloren ist, kämpfe!
Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen.
Und aus Niemals wird: Heute noch!"
Bertolt Brecht - Lob der Dialektik

Montag, 18. April 2011

BieberFieber.

Fotoshooting mit Franzi. Eine Stunde in die Kamera sehen = 680 Bilder. Der besondere Erinnerungsfaktor - neben dem Park mit den Magnolienbäumen - die vielen Bieber oder Bisamratten oder so ein Zeug eben, was auf den Wiesen lag. "Och Gott, sind die niedlich. Guck mal... ein Bieberbaby. Kann ich das mal hochheben?" Aber das nasse Zotteltierchen wollte nicht so wirklich. Irgendwann wurden das auch wirklich viele. "Du... lass mal lieber gehen." Zu Hause haben auch die Nudeln auf uns gewartet.

Foto: (c) Franziska Henkel

Ach. Übrigens. Bahnfahren nach Halle: Macht richtig Spaß. Man braucht nur die richtige Motivation. In etwa wie D A S. Aber noch ein bisschen besser.

Um noch ein bisschen auf der Neuen Deutschen Welle weiter zu surfen.
Ich träum' so vor mich hin. Gedanken sausen mir durch den Sinn.
Ich träum' von all' den Sachen, die ich will und die mir Spaß machen.
Träume sollen Schäume sein, das will in meinen Kopf nicht rein.
Und wer so denkt, soll weiter träumen.
Ich versuche meine Träume nämlich freizuräumen.
Es gibt nichts, was mich noch hält. 
Schöne Grüße an den Rest der Welt. 
"UKW - Ich will"

Ich seh den Sternenhimmel, Sternenhimmel...

Nachtrag vom 17. April:

Centraltheater. Wir haben uns das Theaterstück "NDW" angesehen. 2 Stunden lang eine geballte Ladung Musik und Prise Lebensgefühl der Neuen Deutschen Welle auf der Hinterbühne erleben. Masken. Eisbären. Übergroße Stühle. Wachtürme. Licht. Nebel. Wahnsinnig tolle Bilder vor Augen. Mitsingen von Hubert Kah, Grauzone und Fehlfarben bis zu Trio - man liebt es einfach von IDEAL zu singen: "Und deine blaue Augen machen mich so sentimental so blaue Augen, wenn du mich so anschaust, wird mir alles andre egal. Total egal. Deine blauen Augen sind phänomenal. Kaum zu glauben, was ich dann so fühle, ist nicht mehr normal." Aufregend war auch die Aufforderung von einem Schauspieler, mich, während des Stücks, auf die Bühne zu holen. "Darf ich Sie zu einem Rundgang über die Bühne einladen?" "Äh..." "Es passiert auch nichts. Ich halte Sie fest." "Ok..." Rauf auf die Drehbühne. Zum Dank gab es eine Flasche Bier. Nach einem wunderbaren Stück liegen sie verstreut auf dem Boden und kugeln umher... die 99 Luftballons. After-Show-Party: Direkt auf der Bühne im Diskolicht weiter tanzen. NDW - das wäre unsere Zeit gewesen.
 
Und so nahm jeder eine Liedzeile mit nach Hause.

Sonntag, 17. April 2011

Hey hey hey, ich bin ein Kind dieser Stadt.

Sommerfrühstück zu fünft auf dem Balkon. Nachmittagsausflug. "Wie, du warst noch nie auf dem Fockeberg?" Stadtführung ohne Schirm aber mit Insiderwissen: "Das Mysteriöse an dem Berg ist, dass es eigentlich kein richtiger Berg ist, den man von der Stadt aus sieht, aber wenn man oben steht, kann man auf die ganze Stadt blicken." Wanderung zum Fockeberg mit Tiramisú-Eis in der Hand und Mate im Beutel. Tatsächlich konnte man Leipzig auf 360°C erleben und rätseln auf welches Gebäude man sieht. Es war schön, dass du da warst. 

You know I like it rough.

Wenn man keine Zeit hat wieder nach Wien zu fahren, dann kommt ein Stückchen Wien nach Leipzig. Mein persönliches Stückchen Sachertorte. Mädchenwein. Pralinen. Zusammen die Haare stylen. Tanzen im SWEAT Club. Auf die Veranstaltung SILVA aufmerksam gemacht worden dank August. Live: Die Band Krahnstøver und die DJs Gardener und Markus Vail. Wie der Name schon sagt: Es war heiß und zwischenzeitlich auch eng. Zur Begrüßung bekam jeder einen Wackelpudding-Wodka-Shot. Zum Löffeln. Elektromusik und Gisela machen Menschen glücklich.

Samstag, 16. April 2011

Now you can take what you want. And i take what you need.

Prinzessin Julia lädt zu ihrem Geburtstag ein. Party in der Schlampen-WG. Mit wunderbarem veganen Essen, Coktails mit dem Namen "Big Ben", Wurstgeschenken, Girls am Grill und Luftschlangen. Highlight: Piñataaa! Zu zehnt in der Küche Arsch an Arsch tanzen macht nur bei euch Spaß. Wer nicht mehr tanzen konnte, saß am Feuer - ähm, also am Grill und blickte zum Himmel. Bis einem irgendwann die Augen zufallen.
Kuscheln mit Renate. Mehr von Renate: H I E R.
 Ach. Einen freundschaftlichen Klapps auf die Schulter sollte ich ausrichten. Ist heute geschehen.

Warum man manche Fragen nie stellt.

Nachtrag 15. April

WG-Gespräch:
"Wie viele Stunden hast du in den letzten drei Tagen geschlafen?" "Naja, so 15." "Dann werd ich doch vor dir sterben. Bei mir waren es nur acht. Wieso steht auf dem Balkon eigentlich der Blumentopf?" "Die Pflanze ist zu trocken." "Ach, gießen ist out?" 

Willkommen auf der GLAMOUR-Shopping-Week. Die meisten Kleidungsstücke haben wir bei H&M gefunden - schade, dass ausgerechnet hier die Glamour-Shopping-Karte keine Auswirkung auf den Preis hatte. Besonderes Erlebnis: Die kostenfreie Hautanalyse bei L u s h mit der Zugabe der passenden Pflegeprodukte. Ab jetzt lass ich nur noch die Gorgeous-Créme ("Wenn du eine sanfte Berührung willst - dann willst du Gorgeous"), ein Herbalism-Peeling und die Oatifix-Gesichtsmaske (Bio-Bananen, Vanille, Haferflocken, gemahlene Mandeln, Illipe Butter) an meine Haut. Pfirsichgesicht. Ohja.

Wie kann etwas Hübsches nur so hässlich sein.

Nachtrag:  14. April

Da vergisst man einmal Ohrringe zu tragen und schon steht die BILD-Zeitung im Türrahmen. Fotoshooting für den Verlag. "Wer soll denn fotografiert werden?" "Ja, das gesamte Team." "Gut, dann nehme ich in der Zeit die Anrufe entgegen." "Nein, nein. Die Hübschen müssen auch aufs Bild." Und so durfte ich die Originalausgabe von Christa Wolfs Werk "Der geteilte Himmel" von 1963 in den Händen halten. Lääächeln! Christa und ich. Auf einem Foto. Ein Traum wird wahr.

Freude am Abend: In den Freitag hinein tanzen. "Die Ilse ist ja schon dein Wohnzimmer." Zumindestens für eine Nacht. Alle singen: "The bittersweet between my teeth, trying to find the in-betweens. Fall back in love eventually. Yeah yeah yeah yeah." Cider. Kuchenwetten. Bewertungen vergeben. "Betrunken gesehen bist du eher eine Sieben." Die Leute beim Verabschieden beobachten. Von höchsten Höhen in tiefste Tiefen . Nach einer Stunde am Connewitzer Kreuz stehend, frierend und irgendwie wieder nüchtern nach Hause fahren. Wenigstens der Taxifahrer konnte der Nacht um 5.30 Uhr ein Schmunzeln entlocken. "Ach, Sie sind einfach meine grüne Ampelfee. So viele grüne Ampeln hatte ich die ganze Zeit nicht wie jetzt." Schlaflos in Leipzig. 48 Stunden später - und der Geruch nach Zigaretten haftet weiter auf der Haut.