Freitag, 30. Dezember 2011

Bleib einfach hier.


Groß gewordene und berühmte Blogs laden ab und an Schreiber ein, die für sie Gastbeiträge verfassen dürfen. Ich durfte auch zur Feder und Kamera greifen. & dafür bin ich extra nach Japan geflogen. Dank den Damen von es ist egal, aber habe ich nun ein Stückchen mehr von der Welt gesehen. Der Gastbeitrag zur Fashion Week 2011 von Lady Rosali. Man sollte euch den ganzen Tag die Hände küssen. Bezaubernd! the trip downtown - HIER unterwegs und unerkannt. [KLICK] & für die Herren wertvolle Tipps zum Nachstylen HIER. [KLICK]

Die Jahresuhr steht niemals still.

Am letzten Tag im alten Jahr beginnt immer die Jahresendmelancholie. Passend dazu schreibt Axel Hacke unter der Rubrik "Das Beste aus aller Welt" einen Bericht über Silvesterrituale. Recht hat er, wenn er sagt: "Feiern Sie nicht, ohne dies gelesen zu haben!"

"Vor Monaten las ich in der Zeitschrift Der Freitag einen Aufsatz des britischen Anthropologen Robin Dunbar, der ausführlich erklärte, warum der Mensch sich aufgrund seiner Gehirnstruktur nicht dafür eignet, in Gruppen zu leben, die größer als 150 Leute sind. Dunbar, der dieses Phänomen vor einer ganzen Weile entdeckte (man nennt die 150 auch die Dunbar-Zahl), konnte das sehr schön belegen: 150 sei die typische Gruppengröße in Jäger- und-Sammler-Gesellschaften, auch englische Dörfer seien sowohl im 11. als auch im 18. Jahrhundert etwa so groß gewesen, [...] selbst im Militär sei die Kerngruppe, nämlich die Kompanie, etwa so groß. Im Durchschnitt hätten wir etwa 120 bis 130 Freunde, davon fünf sehr enge, weitere zehn gute, 35 »Einfach-nur-Freunde«, der Rest Bekannte. 150 Leute – das heißt: Wir sind mit der Gesellschaft, in der wir leben, heillos überfordert. Wir sind dafür nicht gemacht. [...] Zu viele Kontakte. Man wird aggressiv, depressiv, regressiv, sehnt sich nach einem Sofa und einer Schulter, an die man sich lehnen kann. Diese hysterische, sich vor Epidemien und Inflationen ängstigende, ständig irgendwelche Rücktritte fordernde, in Internetforen herumpöbelnde Gesellschaft krankt am Übermaß an Sozialkontakten."

Was kann man tun? Axel Hacke berichtet von einer Untersuchung, die der Psychologe Gabriel Radvansky angefertigt hat. "Es ging um ein Phänomen, das jeder kennt: Man betritt einen Raum, um dort etwas Bestimmtes zu tun, aber kaum hat man die Schwelle überschritten, steht man da mit hängenden Armen und weiß nicht, was dieses Bestimmte war, das man tun musste."

Das Ergebnis war: "Radvansky sagt, die Türschwelle funktioniere tatsächlich wie eine Ereignisschranke. Sobald man sie überschreite, schließe das Gehirn quasi mit dem alten Raum ab und konzentriere sich auf den neuen."

Übertragen auf die Silvesterhysterie heißt das wohl: "Punkt zwölf machen wir den Schritt über die Schwelle, wir nehmen unsere fünf besten Freunde an der Hand und gehen gemeinsam. Das heißt: Am letzten Tag des Jahres erinnern wir uns rituell an die Beschränkungen unserer Gehirne, unserer Gedächtnisse und unserer Zeit."

"Und dann: Vor uns ein neuer Raum, ein leeres Jahr. Und auch die doch bei näherer Betrachtung ganz wunderbare Frage: »Was wollte ich hier?«."

Und alles geht weiter.
[Der ganze Artikel HIER] [KLICK]

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Was es auch immer sei.


"Ich mach ein Lied aus Stille.
Ich mach ein Lied aus Licht.
So geh ich in den Winter;
Und so vergeh ich nicht."
[Aus: "Vor dem Winter" von Eva Strittmatter]

Kraft zu dem Klub.

So viele junge, hübsche Menschen unterwegs auf den Straßen von Chemnitz und alle wollen in die gleiche Richtung. Was ist da los? 15-jährige Mädchen suchen am Eingang große Schwestern, damit sie an der Security vorbeikommen. Da gibt es nur eine Erklärung. Die Kraftklub Gang ist in der Stadt. Die "Autobahn zur Hölle" Tour endet. Letzter Termin: Karl-Marx-Stadt, AJZ, 28. Dezember. Mit dabei: Eine kleine Sensation. "Denk dran, noch nicht verraten, wer als Vorband spielt." "Ich freu mich so sehr. Ich muss unbedingt in die erste Reihe." "He, weißt du zufällig wer bei Kraftklub als Vorband auftritt?" "Äh. Ja. Die kennt man aber eher nicht so. Die sind noch relativ unbekannt in Chemnitz." "Ich glaube, die kommen aus Jahnsdorf." Enttäuschte Gesichter. Schade. Hätte ja echt gut werden können. Kraftklub Sänger verkündet dann auch noch "Tim Bendzko". Ist ja nur die Vorband, die spielen ja nicht lang. [Heimlich werden wir immer aufgeregter. Vorkämpfen in die ersten Reihen.] Ein maskierter Mann stürmt mit Crew die Bühne. Lasst die Spiele beginnen. Kreischen von allen Seiten. Sie brüllen alle nur: CASPER. Bumaye! Alle springen bis zur Decke. Bierregen. "Letztes Jahr waren wir Hauptact. Dieses Jahr sind wir die Vorband für Kraftklub. Ich hab Schiss." Glitzern in den Augen. Alle Hände hoch. Ein Medley aus den besten Casper Liedern. Teilt die Menge.Wall of Love. Die Welt zerbricht in zwei Teile. Viermal der Song "Mittelfinger hoch". "Ich wusste, dass der hier gut ankommt." Wir wussten, dass du hier gut ankommst. Ohja. Pause nach dem besten Auftakt. Warm für Kraftklub. Man muss nicht einmal mehr selbst springen, das übernehmen andere. Neue Lieder. "Kennt ihr unsere EP "Adonis Maximus?" [Menge jubelt.] "Habt ihr sie gekauft?" [Menge jubelt.] "Habt ihr sie illegal runtergeladen?" [Noch mehr Jubel.] "Kauft ihr euch auch das neue Album?" [Großer Beifall.] "Ladet ihr es auch illegal runter?" [Lautstarke Begeisterung.] "Ach, leckt mich." Lobeslieder über die Heimatstadt. Randale-Schwestern. Noch mehr Bierregen. Noch mehr Körperkontakt. Stagediving. Gratis Wasser. Team Casper und Kraftklub gemeinsam am Mikrofon. Abriss. Abschiedsfoto. Tourende. Beutel kaufen. After-Show-Party. Tanzentanzentanzen. "Oh mein Gott, da drüben steht ja Casper." Danach: Wahrscheinlich Ohnmacht. Noch viel mehr müsste man sagen. Es war großartig. 

Mit technischer Unterstützung von Zorro.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

"Ihre Tränen sind nichts als Wasser."


Geh mal wieder in die Oper. Das macht Spaß - nach dem sich alle dachten "Warum genau machen wir das?". Sich richtig schick machen. Die Jungs im Anzug, die Damen im Kleid. Wir sahen "Anna Karenina" von Tolstoi. Ein Ballettstück nach Jochen Ulrich. Erst später wird klar: Stimmt, da redet ja niemand. Die Handlung wird einfach nur getanzt & das auch noch sehr schön. Wo sieht man nur zuerst hin? Zu den Unterröcken, den verknoteten Frisuren, den öberkörperfreien Tänzern oder dem Orchester. Nach zwei Stunden noch einen Besuch im Theatercafé, nach Hause gefahren werden und mit großen Gesten ins Bett tänzeln. Das sollten wir wiederholen.

Egal, wer sonst so deinen Namen noch nennt.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Joy, it's all founded.

Das ist W e i h na c h t e n .

Weihnachtsmädchen.
Weihnachtsmenu. Vorspeiße: Tomatensuppe nach Jamie Oliver.
Weihnachtsmenu. Hauptgang: Bandnudeln. Lachs mit Zucchini-Walnuss-Kruste und Weißwein-Dill-Sauce.
Weihnachtsmenu. Dessert: Backobst mit Thymian-Rosmarin-Eis.


Heiligabend-After-Party bei der Schmunzelfamilie. Wein, Sekt, Bier, einen strahlenden Weihnachtsbaum, eine warme Stube, Playmobil zum Spielen und alles was junge Mädchenherzen höher schlagen lässt.
Weihnachtsgans, Klöße & Rotkraut - von Oma gekocht. Da möchte man niemals satt werden.
Pünktlich zum Heiligabend. 15 Uhr. Schneeflocken. Weiße Weihnachten für ein paar Stunden.
Sie dreht und dreht und dreht sich. [und funkelt] Eine Eulenpyramide. Danke, mein Schmunzelmädchen.


So take me away 'cause I just don't want to stay.


"Sternkind. Was ja nicht heißen muss: Glückskind, Sonntagskind. Nicht jeder Stern strahlt hell und beständig. Von schwierigen Sternen hat man gehört, von wechselndem Licht, schwindend, wiederkehrend, nicht immer sichtbar. Worauf es auch nicht ankommt. Und worauf käme es an?" [Christa Wolf.Nachdenken über Christa T.]

Samstag, 24. Dezember 2011

Hand in Hand.

#24 & dann ist Weihnachten. 
Geschenke verpacken. Das Weihnachtsmenu kochen. Nach Schnee Ausschau halten. Weihnachtslieder üben. Die schönste Version von "Last Christmas" HIER. [KLICK] Wenn schon, dann so. Fröhliche Weihnachten und Glitzer für alle.
 

Freitag, 23. Dezember 2011

Wenn er geht.

"Hör bitte zu." "Was ist los? Liebeskummer oder Darling?" [...]  "Wer ist es?" "Das hat damit nichts zu tun. Es betrifft dich und mich." "Oh. Dann ist es doch ernst. Also?" [...] "Ach, sieh mal an. Es hat dich wohl endlich doch noch erwischt, Darling. Wer ist es denn? Eine Verkäuferin? Eine Kellnerin? Ach nein, es müsste ja jemand sein der Geld hat, nicht wahr? Jemand, der dir helfen könnte." "Kurioserweise ist es ein Mädchen, dass keinem helfen kann. Nicht mal sich selbst. Die Sache ist die. Ich kann ihr helfen und das ist zur Abwechslung mal ganz schön." "Ich verstehe." [Breakfast at Tiffany's / 1961]

To say the things that I needed to say.

#23 Wiedersehen.
Die gibt es oft an Weihnachten. Weil alle zu Hause sind. Traditionelles Weihnachtsmarkttreffen mit uns fünf Mädchen. Das ist ein bisschen wie früher. Nur die Schuhe, die wir uns jetzt kaufen, hätten wir damals nicht getragen. Turnschuhe - Come on! Ein schöner Abendvertreib in Karl-Marx-Stadt. SuperBingo im schummrig rot beleuchteten Atomino. Unwissende würden sagen: "Was ist das für eine Rentnerveranstaltung? Die sitzen ja nur am Platz und kreuzen Zahlen an." Entschuldigung. Wir hatten einen Puls von 480. "Komm schon! I 19. Wir brauchen die I 19!" "Es geht weiter mit den Krankheiten... Influenza 20. I 20." "Neeein!" "BINGO!" "Immer für die Gegner klatschen. Das ist gut für das eigene Bingo-Karma." Dabei hätten wir so gern Zinktabletten gewonnen. 


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Nach dem Goldrausch.

An Weihnachten beliebt: Schlemmen und genießen. Das kann man besonders gut im "Alfredos" auf der Riemannstraße 52 / Leipzig. Ein kleines, typisch italienisches Restaurant. Selbstgemachte Nudeln von Alfredo Allegrucci. Ein 3-Gänge-Menu und zwei Blondinen. Antipasti-Teller. Gnocchi mit Spinat und Gorgonzola. Spaghetti mit Bolognese. Eine Flasche Pinot grigio. Das Highlight nach zwei Stunden. "Wir bestellen doch noch das Tiramisù." So satt und gleichzeitig glücklich waren wir noch nie. Danke für die Einladung, den Weihnachtsabend und den tollen Geheimtipp.


It's christmas time and they all have the same tree.

#22 Driving home for Christmas.
Überfüllte Bahnen und ausgebuchte Mitfahrgelegenheiten. In der Vorweihnachtszeit wollen wir alle nach Hause. Das schönste Geschenk und heutige Türchen beschert die Deutsche Bahn selbst. "Entschuldigen Sie, ich bin viel zu spät. Kann ich das Ticket bei Ihnen noch im Zug kaufen?" "Ach, steigen 'se ein. Da war eben der Fahrscheinautomat kaputt." "Das ist wirklich lieb. Da hoffe ich, dass Sie ganz schöne Weihnachten haben werden."


Mittwoch, 21. Dezember 2011

This is my winter song to you.

#21 Wintermusik.

This is my winter song.  December never felt so wrong.
Because you're not where you belong. Inside my arms.
[Sara Bareillies & Ingrid Michaelson.Winter Song]

Dienstag, 20. Dezember 2011

I said I'm wondering because you don't regret.

#20 Eine heiße Tasse Schokolade zu zweit genießen.
War es draußen kalt? Dann komm rein. Hier. Eine Tasse Trinkschokolade. "Die Schokolade ist Fairtrade und Bio. Mit der Geschmacksrichtung Orange und Zimt." "Das ist mir egal. Hauptsache süß. Oh, das sind ja Marshmallows. Ich liebe Marshmallows." Nur für dich.

Montag, 19. Dezember 2011

Sing another song for me.

#19 Die ersten Schneeflocken.
Ziemlich spät dieses Jahr. Liegen bleiben möchten sie auch noch nicht. Hoffentlich wird das noch. An Weihnachten hätten wir schon gern weiße Dächer und Straßen.

Sonntag, 18. Dezember 2011

"Schneewittchen ist toll."

Alle 5-Sterne-Hotels können ab heute einpacken. Da kann niemand mithalten gegen die Schokoladenfabrik aus Schleußig. Weihnachtsmarkt in den eigenen vier Wänden. Drei wunderschöne Mädchen begrüßen dich am Eingang mit Kerzenschein und der modernen Version vom Krippenspiel. "Komm rein. Setz dich." Hier: Hausschuhe. Ein schokolierter Apfel mit Zuckerherzen. Zimtstangen. Wie wärs mit einem Gin Tonic. Ein veganer Hot Dog. Plätzchen. Ein Häschen auf dem Schoß. Perfekte kulturelle Unterhaltung. Hier: Das neueste Kaftklub Video. Gespräche über Casper und Arnim. Trailer zu neuen Kinofilmen schauen. ["Oh nee, da schaut sie ja wieder wie in den Vampir-Filmen."] Viele Gespräche unter der Möhren-Girlande. Küsschen unter dem Mistelzweig & Begleitung und noch mehr Süßigkeiten für den Heimweg. Schneewittchen, die candygirls und ein Hasenbraten: L o v e.

Wir können auch anders.

#18 Den Weihnachtsbaum schmücken.
 

Samstag, 17. Dezember 2011

But she'll bring out the best and the worst you can be.

Zuerst im Kino gehört. HIER [KLICK] mithören und gern haben.

Fyfe Dangerfield.She's always a woman

She can kill with a smile.
She can wound with her eyes.
She can ruin your faith with her casual lies.
And she only reveals what she wants you to see.
She hides like a child
but she's always a woman to me.

She can lead you to love.
She can take you or leave you.
She can ask for the truth.
But she'll never believe.
And she'll take what you give her
as long as it's free
Yeah, she steals like a thief.
But she's always a woman to me.

She takes care of herself.
She can wait if she wants.
She's ahead of her time.
And she never gives out.
And she never gives in.
She just changes her mind.

Lonely is the night.

#17 Hinter Adventstürchen warten kleine Überraschungen.

Freitag, 16. Dezember 2011

Fail with consequence.

[...] "Und in was verliebt er sich?" [...] "In eine Frau", sagte der alte Mann. "Ohne System, ohne die geringste Anleitung wagt sich der Mann an das gefährlichste und heiligste Erlebnis auf Gottes Erde. Er verliebt sich in eine Frau. Hab ich recht, Son?" "Ja", sagte der Junge leise. "Aber sie fangen die Liebe am falschen Ende an. Sie fangen beim Höhepunkt an. Kann man sich da wundern, dass es unglücklich ausgeht? Weißt du, wie die Menschen sich lieben sollten?" [...] Der alte Mann beugte sich näher heran und flüsterte: "Ein Baum. Ein Felsen. Eine Wolke." [Carson McCullers - Wunderkind. Ein Baum, ein Felsen, eine Wolke.]

"Gleise führen in Bahnhöfe."

Weihnachtliche Stimmung mal anders. Bedruckt auf T-Shirts. We love Christmas. "Ich bin total pleite. Ich kann nichts anprobieren...aber eigentlich will ich alles kaufen." [Von einem pinken Blazer bis zu den ladeneigenen High Heels] Ein Spaziergang durch die Stadt auf der Suche nach Geschenken. Gefunden haben wir einen kleinen Hund mit Jacke und dem Namen "Peggy", Weihnachtskugeln mit unseren Gesichtern und neuen Nagellack. ["Ich probiere deinen, wenn du meinen kaufst."] Der schönste Satz von dir. "Er ist jetzt sehr schwer zu erreichen? Wieso? Gräbt er den City-Tunnel oder was?"

"Wir in Leipzig waren der Urknall."

#16 Weihnachtsfeiern.
In der Weihnachtszeit beliebt: Weihnachtsfeiern. Von der Arbeit, vom Sportverein, von Freunden, Familie und vom Studiengang. Die berühmten Feiern der Leipziger Buchwissenschaft kennen wir ja seit einigen Jahren. Aber vor Weihnachten ist das immer noch besonders. Die Dozenten und Studentischen Hilfskräfte rufen auf zu einem Abend mit Glühwein, dem beliebten Rotkäppchen Sekt, Wichteln und Süßigkeiten naschen. [Ach und zu einem Austausch über die neuesten buchwissenschaftlichen Projekte. Natürlich.] Die Ausbeute beim Schrottwichteln [Bringe etwas verpackt mit, was du nicht mehr benötigst und verschenken kannst.]: Ein Buch & ein Parfüm mit dem Geruch "Alter Tisch". [Nach zehn Minuten alle im Raum: "Was stinkt hier so?" "Hier. Das bin ich."] 23:45Uhr - die Lehrkräfte sind entrüstet: "Sie gehen schon?" "Wir haben doch morgen Seminar oder?" "Sehr löblich. Aber wir bleiben noch." "Trinken wir dann morgen den restlichen Sekt?"

Sechs Buchwissenschaftler und eine Erdnuss. Da liegt Spannung in der Luft.
Der pragmatische Buchwissenschaftler erhitzt den Glühwein im Wasserkocher.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

It's hard to show.

#15 Poffertjes.
Das ist kein weihnachtliches Gebäck, dennoch genau so süß. Wenn man bestimmte Süßigkeiten nur an Weihnachten nascht, werden sie doch damit zu einem weihnachtlichen Brauch. Jedes Jahr. Immer an der gleichen Stelle. "Zweimal Klassisch, bitte." Das schmeckt uns.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

After all the time, after you.

Kein Taxi. Kein Bus. Ein Spaziergang über die Karl-Liebknecht-Straße. Vom Anfang bis zum Ende. Winterwind. Die letzten Menschen auf den Straßen. Eine Stunde. "Ich lauf jetzt nach Hause." "Du machst mich fertig." "Wieso?" "Das verstehst du nicht. Pass einfach gut auf dich auf." Im Kopf ein Lied. I can draw the line on the first date. I’ll let you cross it. Let you take every line I’ve got. When the time gets late. But if stars, shouldn’t shine. By the very first time. Then dear it’s fine, so fine by me. Cause we can give it time. So much time. With me. If you want me. Let me know. Where do you wanna go. No need for talking. I already know. If you want me. Why go. [The XX.Stars]

And you just keep on getting closer.

#14 Weihnachtspost bekommen.
Überraschungen sind immer großartig. In unserem Briefkasten lag die erste Weihnachtspost. Selbstgemalt mit bunten Stiften, guten Tipps für den Winter, mit ganz viel Liebe, Love, Luv & hugs. Wir bedanken uns für so eine wunderbare Idee. Ihr seid die liebsten Grrrrls aus West-Leipzig, nein, ganz Leipzig. Wir haben euch lieb, ihr Weihnachtsmäuse. Was sonst noch alles auf der Karte steht, wissen nur Erdbeere und Brokkoli.

Dienstag, 13. Dezember 2011

In your heart and it's growing.

#13 Dekorieren.
Endlich kann man in den Läden wieder Lametta kaufen. Man traut sich ja jetzt wieder mehr - zumal das güldene Glitzerpapier so lang verpönt war. Wir schmücken fleißig die Wohnung. [oder zweckentfremden es als Haarband, Hawaii-Röckchen und Haarverlängerung] Bei so viel Glanz und Gloria lohnt es sich auch viele Gäste einzuladen. Kindersekt, Süßigkeiten, wunderbarer Glühwein und Ofenkartoffeln stehen bereit. Kommt her, wir feiern Geburtstag.

Montag, 12. Dezember 2011

Would you get up and do the things you believe in?

#12 Geschenke verteilen.
Ein musikalisches Präsent zur Weihnachtszeit. Der akustische Adventskalender von detektor.fm. Jeden Tag eine neue Band und ein neues Lied. Die kalte Jahreszeit kann man sich HIER schön hören. [KLICK]

Sonntag, 11. Dezember 2011

But some boys don't know how to love.

Den dritten Advent auf einem Dachboden irgendwo in der Südvorstadt verbringen. Viele Flaschen Glühwein, ein Kalter Hund, Kuchen, Gebäck und eine Feuerzangenbowle warten auf die Gäste. Der Hinweis: Zieht euch warm an - war nicht schlecht. Um warm zu bleiben, hilft es nur sich am Fußballkickertisch zu verbessern und das Glühweinglas nicht abzustellen. Kennenlerngespräche. #1 "Ich rate mal was du studierst. Lange, blonde Haare. Sportwissenschaften." #2 "Und was machst du so in Leipzig?" "Ich berate Menschen für Make-Up und teile sie nach Jahreszeit-Typen ein." "Was? Echt?" "Nein, ich studiere Buchwissenschaft." #3 "Was war das eben?" "Nur meine Bundesliga-App." "Du schaust Fußball?" "Nicht wirklich. Ich bin nur gern informiert, wenn Bayern München spielt." "Äh. Schön mit dir gesprochen zu haben." #4 "Du kommst aus dem Erzgebirge?" "Nein, aus Chemnitz." "Sag ich doch."


Love goes on.

#11 Konzertmonat Dezember.
Ende des Jahren finden die schönsten Konzerte statt. So ist das immer. Am 9. Dezember lud der Leipziger Radiosender detektor.fm ins Neue Schauspiel zu Tanz, Gesang und Festlichkeit ein. Eine Geburtstagsfeier mit den Newcomern "Wilhelm Tell Me" und "Wolf Gang". [letztere zum ersten Mal LIVE in Leipzig] Fröhlich, schick angezogen und mit einem Wostok [Brause mit Tannen- und Eukalyptusgeschmack] in der Hand lässt es sich doch gut tanzen. Begeistert von Wolf Gang. "Die klingen ja 1:1 wie auf der Platte." Überall verträumte Gesichter. Das Lieblingslied "Breaks in Paris" wurde zwar nicht gespielt, aber die Herzen schlagen höher bei "Back to back". "The whole world is sleeping. I still lie awake up in my bed. As I came round to thinking. That I don’t want nobody else. I want to be with you. And it kills me to say. That I want to be with you. That is just the way." Da muss man durch. Gut, dass es solche Radiosender gibt, die so wunderbare Veranstaltungen organisieren und klangvolle Musiker einladen. Party auf dem roten Sofa. "Oh, das ist unser Lied. Schnell, schnell wir müssen tanzen." "Anne, das war sehr auffällig." "Na und? Hat doch funktioniert." Mit Wilhelm Tell Me auf der Tanzfläche tanzen und kleine Hipstermädchen nachmachen. "Na, und... wie gefällt euch so die Musik? Ist echt eine gute Stimmung hier oder?" "Sag mal. Hat der eigentlich dich oder mich angemacht?" "Keine Ahnung. Ich glaube uns beide." Frierend an der Angerbrücke stehen. "Kommst du noch mit?" Falscher Nachtbus. "Definitiv die N8! Ohne Frage." "Ich weiß ja nicht wo du sonst immer nachts hinfährst. Aber die N8 war falsch." Jugendherberge in der eigenen Wohnung. Wo kommen die ganzen Menschen her. "Pssst. Wir treffen uns in einer halben Stunde im Schlafsaal."

Samstag, 10. Dezember 2011

Zwischen uns ist immer etwas Luft, die dehnt sich aus und platzt, wenn sie denn muss.


Ein Abend. Etwas hat sich verändert. Weißt du, was ich meine. Das Kleid in der schönsten Farbe. "Und weißt du, was das Beste ist? Ich nehm sie jetzt an die Hand und nehm sie mit." Fest in Decken einkuscheln. Back to back. Bleib hier, ich will nicht, dass du gehst. Du kannst lächeln und schweigen. Du kannst reden und singen. Du kannst Fragen stellen und immer weiter brüllen. Du kannst schreien und lachen. [...] Doch es geht immer weiter. Es geht immer weiter und weiter und weiter, weiter. [Moritz Krämer.Alle raus hier] Alle raus hier. Keine Spuren hinterlassen. Wo ist mein goldenes Haarband?

That is just the way.

#10 Glühwein selbst machen.

Freitag, 9. Dezember 2011

Du bist so wunderschön, geh niemals aus.

#9 Am Abend ausgehen.

Es ist Donnerstagabend. Überlegungen: Sollte man wirklich die Fachschaftsrat-Weihnachtsfeier von seinem Studiengang besuchen. Aus Erfahrung wissen wir: Das Jahr begann mit der trashigsten und besten Party des Jahres und sollte auch mit dieser enden. Weihnachtskleid, Flaschenbier, Plätzchen, Augenzwinkern ["Da geht noch was."], die besten Flirtsprüche ["Bei dir so?" "Ich hab Rückenschmerzen. Ich kann heute nur noch liegen."], "Hit the road Jack" und "Lemontree" laut mitsingen. Durch den Regen rennen. Staunen. Ilses Erika ungewohnt gut besucht und warm. Der beste DJ der Stadt. ["Du meinst, der beste, nicht minderjährige DJ der Stadt."] Abgeholt werden. Warum du hier bist? Es gibt nur eine Antwort, sagst du. "Du hast jetzt zwei Möglichkeiten, was du machst." Warte. Ich hole meine Jacke.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Words are very unnecessary.



In another day, the dream it will appear.
I touched you on the arm, you were so warm.
[Nada Surf.Janine]

"Ist mir doch egal, wo ich mein Tütchen herbekomme."

... "Ist ohne Kontext sicher lustig." Katzen - & Eulenlady. Ein Date beim Chiropraktiker. Guten Freunden gibt man doch ein Küsschen. Lángos in der Stadt. Weihnachtsshopping. Katzenfutter & Haarpflegeprodukte. "Hoffentlich funktioniert meine Karte noch. Ich bekomm erst in vier Tagen wieder Geld ... HA! Funktioniert. Soll rossmann doch sehen wo er sein Geld herbekommt, wenn nichts mehr auf dem Konto ist. BÄMM." "Tut mir Leid, der Vorgang konnte nicht abgeschlossen werden. Wollen Sie den Stoff bar bezahlen?" "Mist." Dann doch lieber wieder die Nasen an den Schaufenstern platt drücken und die Weihnachtsdekoration in den Passagen bewundern.

Was ist los mit dir.

#8 GlitzerGlitzerGlitzer.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

After all our fights, that's where we both want to be.

#7 Noch mehr kleine Freuden.
Eine Woche bevor der neue Film mit Matthias Schweighöfer in den Kinos anläuft, durften wir ihn schon in der Nikolaus Vorpremiere sehen. "RUBBELDIEKATZ" von Detlev Buck. Große Augen. "Ich freu mich. Ich freu mich." In den Hauptrollen Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara, Detlev Buck, Maximilian Brückner, Denis Moschitto, Max von Thun und Max Gierman. Die Handlung war absehbar aber dennoch schön. Tolle Filmmusik. Weihnachtlich und so ein richtiger "Feel-Good-Movie" [wie du jetzt sagen würdest]. Matthias Schweighöfer in der Doppelrolle als Alexander und Alexandra. ["Also ich muss sagen, der weibliche Part ist echt die Rolle seines Lebens. Er spielt eine Frau viel besser als einen verzweifelten Jungschauspieler."] Es hätte nach dem Kinobesuch nur noch schneien müssen. [Die Hoffnung bleibt. Vielleicht spielt Matthias Schweighöfer irgendwann mal wieder in Filmen wie früher mit] Trailer zum Film. HIER. [KLICK]

Dienstag, 6. Dezember 2011

Liebe ist eine Herzenssache.

#6 Schuhe putzen für den Nikolaus.

Irgendwann muss er wohl zu uns gekommen sein. In der Nacht. Heimlich. Für jeden steckte ein Päckchen im Schuh. Kekse, Bonbons, Nagellack und Tee. Gut, dass wir am Abend vorher geputzt hatten. Vielen Dank, lieber Nikolaus.

[via amazonaws]