Mittwoch, 30. Mai 2012

Let them wonder how you can see now.

// Tag 7: Straßen von Connewitz & Deli. Part I.
Den Weg in den Süden Leipzigs sollte man an Pfingsten unbedingt gehen. Spitzenhandschuhe, Reifröcke, Spazierstöcke, Strumpfbänder, Nieten und jede Menge schwarzes Leder. Eine kleine Auswahl zum Wave-Gotik-Treffen. Die Abendsonne genießen und die neuen Sandwichs im Lieblingsrestaurant DELI probieren. Dreimal den GRILLY-STRIPE-WICH für uns, bitte. [Baguette, Mayo, veganer Käse, Aprikosenchutney, Salat, Gurke, Rote Zwiebel, gegrillte Paprika, BBQ-Strips] "Na, zum Nachtisch noch Cookies?"


Dienstag, 29. Mai 2012

It's a great escape from your heartache.

// Tag 6: Pfingstsamstag. 
Überraschen, mit Glitzerperlen kochen, im Biergarten Zeit verbringen, Fahrräder beobachten und nach viel Sonne zum ersten Mal wieder im Regen draußen sitzen. 


Bang bang, you shot me down.

// Tag 5: Südvorstadt & Photoautomat.
Das H&M Mädchen vom Feierabend abholen und gemeinsam Abendbrot essen. Es gibt Pizza für 4,90€ - aber, du darf ich nicht lieber einen Eisbecher essen? "Du isst jetzt richtig...und kein Eis". Keine Chance. Der Tisch ist zu klein für Tomatensuppe, Pizza, Eisbecher & Ginger Ale. Nach dem Essen sollst du ruhen oder viele kleine Schritte bis zum Café Waldi tun. Über die Karli schlendern und dazu Geschichten erzählen. An der Bar sitzen und ratlos Kleingeld zählen. "Mit Karte kann man bei uns erst ab 10€ bezahlen". "Dann trinken wir jetzt einfach einen Coktail. Such dir einen aus". H&M Mädchen gibt einen aus. Maracuja- und Erdbeercaipirinha, bitte. Die Herren vom Nachbartisch werden nervös. "Soll ich dich mal eben alleine lassen?" "Bist du verrückt!" Neue Begleitung, neuer Stuhl. Biergarten. Lampenschirmlicht. Lange nicht gesehen. Chemnitz-Gossip anhören. Von der perfekten Hochzeit schwärmen. Besuch bekommen. "Auf ein Bier bleib ich noch..." Betrunkene Sätze mögen. Kurz weghören. Lachend zu dritt mit dem Fahrrad über die Karli fahren. Photoautomat. "Kommt her. Links und rechts ein Mädchen." "Ja, das gefällt dir". Verabschieden. "Bis zum nächsten Mal". Fotos auswerten. Sterne gucken. Mit der Hand am Herz.


Montag, 28. Mai 2012

Too dangerous to keep.

// Tag 4: Lieblingsclub & durch die Nacht. Part II.
G i r l s n i g h t o u t. Treff zum Nägel lackieren, Bier trinken und Kleid aussuchen bei der Lieblingsblondine zu Hause. Lachend an Haltestellen sitzen. Alle am Handy. Loriot-Witze, die niemand versteht. Auf zur I L S E, nicht, dass wir am Eingang noch warten müssen. Aber nein - zu früh. Vier Mädchen auf dem großen Sofa von Omas Wohnzimmer. "Ich muss nochmal kurz weg...ich muss... Zigaretten holen. Genau. Ich bin dann in einer halben Stunde wieder da." "Halbe Stunde!" "Wenn ich wieder zurück bin, ist hier richtig was los". Von Haustüren abgeholt werden. Nicht merken, wie die Zeit sich beeilt. Zurück zur Ilse. Volle Gänge. Tequila für die Mädchen. Zu 80er-Jahre-Radio-Disko-Musik tanzen. Im Gang stehen und zugerufen bekommen "Man darf nicht jeden knutschen, nur, weil er Markus heißt". Den Schal eng um den Hals ziehen und im Morgengrauen durch die Stadt bis nach Hause.  

Sonntag, 27. Mai 2012

Ab und zu. Fehlen selbst mir die Worte.

Nachtrag // 20.Mai

Ein Sonntagabend im Mai & Clueso ist wieder in der Stadt. Ein sommerlicher Tag, der mit einem spontanen Konzert im Conne Island und einem Herren auf der Bühne im weißen Hemd und mit Hosenträgern endet, ist fast perfekt. Die Nachricht verbreitet sich schnell und bald reicht der Platz vor dem Pavillion nur noch für Stehgäste. Seifenblasen. Bier. Eine kalte Club Mate in der Hand. Lachende Gesichter wohin man sieht. So sitzen wir unter einem blauen Himmel, grünen Bäumen, barfuß und ohne Jacke. Wir lehnen uns zurück. Clueso und Saxophonist sind begeistert, wie schnell alle nach Connewitz gefunden haben. Erzählen mit rauer Stimme von den letzten Nächten und die Gitarre klingt so schön wie immer. Wir singen mit. Clueso vergisst den Text und wir müssen bei "Chicago" aushelfen. Aus einem kleinen Konzert wird ein langer Abend. Es wird dunkel. Die Zugaben werden im Lampenschirmlicht gespielt. Ruft was ihr hören wollt, Clueso spielt alles. Nach fast zwei Stunden verstummt die Musik. Der zweite Sonnenbrand, die ersten Mückenstiche und ein Wunschkonzert bringen uns zum Lächeln. Der Abend endet & wir wissen: Das war nicht das letzte Mal in Leipzig. Hach. Schön.


Tell you stories of mine.

// Tag 4: Fahrradwege & See. Part I.

Gracious goes the ghost of you.
And I will never forget the plans and
the silhouettes you drew here and
gracious goes the ghost of you. My dear.
[Ben Howard.Gracious]

I saw a friend of mine the other day and he told me that my eyes were gleaming.

// Tag 3: Elsterkanal & Parkwege.
Zwei Blondinen und zwei Fahrräder - das kann nicht gut gehen. Falsche Treffpunkte, Fahrradkörbchen, die jeden Moment umkippen, Weinflaschen ohne Flaschenöffner, Gewitterstimmung, zu viel Wind für luftige Kleider, kaputte Füße und die Arme voller Essen. Mediterranes Abendbrot am Elsterkanal. Lieblingswein. Sonnenuntergang. Geschichten von unterwegs. Menschen beobachten, die auf Steinmauern klettern. Von Männern mit Picknickkörbchen angesprochen werden: "Mädels, wollt ihr mal meine Nüsse probieren?" "Entschuldigung, bitte?" Die nächsten Rotkäppchen vertreiben wir mit unserem Gesang. "Mit K" von Kraftklub laut singen. Texte gegenseitig ergänzen und um die Decke hüpfen. "Ich seh einen von uns beiden schon im Kanal liegen". Gern gesehen in unserer Runde: Besuch, der "meine Freunde glücklich macht". Aus zwei, wird drei. Aus einer Flasche Wein, zwei Astra. Geschichten mit ganz vielen Namen und wenig Durchblick. Nachtfahrten durch dunkle Parkwege. Fahrräder, die sich kennenlernen wollen. Sternbilder per iPhone-App erklären lassen. Den Polarstern suchen, Hände festhalten und sich in der Südvorstadt verabschieden. Gute Nacht, Leipzig.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Stell dir vor.

// Tag 2: Wiesen & Stadtteile.

M a ch  m a l  P a u s e.
Mittagspause in Schleußig. Zwischen Industriewurst, veganem Joghurt-Eis und Limonade. Einführung in die Lebenskultur "Stoffbeutel, Club Mate trinken und einen Tumblr-Account erstellen". Einmal See und zurück. Auf den Wiesen liegen. In der Sonne braun werden. Wasserrauschen durch Telefone weitergeben. Mit den Füßen im See stehen. Nach Sommer riechen & hoffen, dass die Zeit nie vorbei geht.



Dienstag, 22. Mai 2012

Ich schließ die Augen. Und das ganze Land begann uns hinterher zu winken.

Eine Woche in Leipzig. 
Was man da alles sehen kann.
// Tag 1: Leipziger Umland & Felder.

Einmal bis nach Holzhausen, bitte. Erkundung der Leipziger Umgebung. Felder. Wiesen. Friedhöfe. Dörfer. Ziegen. Disteln. Ganz schön verrückt. Kalte Füße bekommen? Lachen. Bestimmt nicht. Der Blick auf Gräser und den blauen Himmel. Sonne im Gesicht. Brennesselspuren. Hut und Haarband auf der Wiese. Blumen pflücken. Fräulein, darf ich Sie zurück in die Stadt mitnehmen? Sehr gern.



Looks just like the sun.

Ich habe einen Wunsch. //
Eigentlich können nur Feen Wünsche erfüllen, aber ich kann es ja versuchen.

Montag, 21. Mai 2012

Von hier sieht man alles besser.


"Nein, die Wahrheit, die ich meine und brauche, ist nicht nüchtern. Sie ist leidenschaftlich, manchmal schön, manchmal hässlich, sie kann dich glücklich machen und kann dich quälen, und immer macht sie dich frei. Wenn du es nicht sofort merkst, dann nach einer Weile." Sie nickte. "Ja, sie kann dich wirklich quälen. Dann schimpfst du und wünschtest, du wärst ihr nie begegnet. Aber dann wird dir klar, dass nicht sie dich quält, sondern das, wovon sie die Wahrheit ist." [Bernhard Schlink.Sommerlügen // Die Nacht in Baden-Baden, S.81]

Sonntag, 20. Mai 2012

There is a light that never goes out.

Eine Frühlingstorte - mit ganz viel Liebe gebacken. Rhabarber-Erdbeer-Sahnetorte mit Regenbogen-Marzipan. Dazu reichen wir the magic of FREIXENET & LOVE.


Samstag, 19. Mai 2012

This Friday night. Do it all again.

There's a stranger in my bed.
There's a pounding in my head.
Glitter all over the room.
Pink flamingos in the pool.

[Katy Perry.Last Friday Night]

Freitag, 18. Mai 2012

Leise gehen.

// "Du wirst mich nicht finden und du wirst mich nicht sehen."


But that's how we like it and that's all we want. Something to cry for and something to hunt.

S o m m e r a b e n d b r o t.

Jedes Wort von mir ist immer nur ein Anfang.

"Willst du mal etwas Schönes sehen?" ""Ja."

Donnerstag, 17. Mai 2012

Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein. (3)

Der Rückblick auf 2011. Teil III
Leipzig. Ahrenshoop. Hamburg. Chemnitz.